Es ist kein Geheimnis mehr. Die Sinngrundallianz ist richtig und wichtig! Doch die im Sommer auslaufende Förderperiode muss überwiegend als Lehr- und Erfahrungszeit angesehen werden. Eher Ineffizient und selten einig präsentierten sich die Verantwortlichen im Wirken. Ganz gleich ob bei Corporate Design, dem Blauen Stuhl, Caching Sinngrund, Ökomodellregion oder WaldErfahren. Immer gab es in Ortsgremien etwas auszusetzen oder mancherorts haben wir auch den Eindruck gewonnen, man mache bei der ILE-Allianz nur wegen dem Zugang zu Fördergelder und erhöhten Fördersätzen für eigene Ortsvorhaben mit.

Im Sommer 2019 soll jetzt die zweite Förderperiode starten und alle Gemeinden haben sich jüngst für eine Fortführung entschieden. Auch wir. Nicht wenige hatten aber mit ihrem Handzeichen auch Bauchweh und so forderten wir über einen Ratsbeschluss aus Burgsinn nun eine Satzungsänderung für mehr Effizienz. Wir als Wählergemeinschaft haben dazu klare Vorstellungen und haben die aktuelle Satzung durchgearbeitet. Dennoch wurde Bürgermeister Robert Herold relativ ergebnisoffen in die Vorstandschaft zur Neueregelung entsandt. 

Herold offenbar mit Auraner Vorschlag einverstanden! Wir nicht!

Wie die Mainpost jetzt jüngst aus dem Gemeinderat Aura berichtete, soll unser Bürgermeister mit einem Vorschlag seines Amtskollegen Blum einverstanden sein. Demzufolge soll eine Erweiterung der Lenkungsgruppe für mehr Breite sorgen. Doch außer etwas mehr Breite erkennen wir in diesem Vorschlag keine echte Verbesserung. Wir haben den Ablauf eines Projektvorschlags hier mal skizziert (Abb.1):

Eigentlich verändert dieses Schema gar nichts. Projekte werden in einer Vollversammlung vorgestellt (das tun wir bereits) und sollen dann nach einer Beförderung in einer erweiterten Lenkungsgruppe ohne Kompetenzen ausgearbeitet werden. Anders formuliert: Der Kreis der Bürgermeister wird um Ehrenamtliche erweitert. Dort sollen die Projekte abstimmungsfähig ausgearbeitet werden und treten dann ihre alt bekannte Reise in die Ortsgremien an. Und dann ist bekanntlich alles denkbar: Eine Teilnahme wird grundsätzlich abgelehnt, vielleicht unter den Vorbehalt einer Nacharbeit gestellt oder wir ziehen tatsächlich alle an einem Strang. Diesen Weg hatten wir. Dieser Weg war das Problem. Nur soll jetzt die Projektarbeit etwas verlastet werden. Das Allianzmanagement reduziert bekanntlich die Stunden. Dennoch verdreifachen sich die Kosten für die Kommunen. Und was unter der Fahne der Allianzmanager und der Vorstandschaft nicht gelungen ist, soll jetzt durch die Mitarbeit der Lenkungsgruppe besser werden. Da haben wir mehr als berechtigte Zweifel.

Klare Regeln, klare Kompetenzen und Proporz muss Kostenlast berücksichtigen

Burgsinn muss innerhalb der Allianz mehr Gewicht einfordern und dann auch Projekte voranbringen. Wir können die Zukunft nur erfolgreich gestalten, wenn wir irgendwann auch breitere Bretter als einen Stuhl am Wegesrand bohren. Burgsinn ist bereits hier Lasten zu tragen. Aber wir können uns nicht leisten hier ziellos über Jahre in eine ineffiziente Gemeinschaft einzuzahlen. Oder wir tun dies auch nur zum Erhalt von Fördermittel oder erhöhten Fördersätzen, bekennen uns zu einer Papier-Allianz und sparen uns ein Management. 

Deshalb unser Vorschlag (Abb.2):

Wir installieren eine Vollversammlung und eine breitere Mitgliederversammlung in der Satzung. Die Vorstandschaft bleibt zusammen mit dem Allianzmanagement verantwortlich. Gegen eine projektbezogene Installierung einer Lenkungsgruppe als Unterstützung haben wir nichts. Aber jetzt kommt der Unterschied: Wir befördern die Mitgliederversammlung nach einem Einwohner-Proporz um mehr Stimmanteile (=Kostenlast) und geben dieser Versammlung auch die Prokura für Projekte bis ca. 20 000 Euro. Bei diesem Betrag handelt es sich um das jährliche Arbeitsbudget. Übersteigt jedoch ein Projekt diesen Finanzrahmen und es bedarf es einer Nachfinanzierung durch die Gemeinden, muss die Vollversammlung beschussfähig einberufen werden. Dort entscheidet jedes Gremium für sich vor Ort und tagesaktuell. Damit verhindern wir ein Verschleppen, ein Zerreden und auch Missverständnisse unter den Gremien. Es kann unmittelbar weiter gehen! Das ist Effizienz!!!

Die Vorteile im Überblick (Abb. 3):